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EZ unterstützt erfolgreich Polizei in Weissenfels

verfasst am 14.03.2012, 09:31

WEISSENFELS/MZ. Polizei- und Rettungsfahrzeuge, die mit Sirenen durch die Stadt fuhren, ließen am Dienstag gegen 14 Uhr Weißenfels aufhorchen. In Windeseile sprach sich herum, dass ihr Ziel die "Herrenmühle" in der Leipziger Straße war. Was viele in dem Moment vermuteten, wurde kurz darauf traurige Gewissheit. Der seit dreieinhalb Wochen verschwundene sechs Jahre alte Junge war gefunden worden. Das bestätigte der Pressesprecher des Polizeireviers Burgenlandkreis, Jörg Bethmann.

Rettungskräfte an der Saale
 

"Rechtsmediziner, Kriminaltechniker und Kriminalisten waren vor Ort, um die Leiche zu bergen, Spuren zu sichern und so die Ermittlungen zur Todesursache aufzunehmen", sagte Bethmann. Bislang wird davon ausgegangen, dass der Junge wie seine ein Jahr jüngere Schwester beim Spielen in die Saale gefallen und ertrunken ist. Anhaltspunkte, wegen eines Verbrechens zu ermitteln, gab es nicht, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft in den vergangenen Wochen immer wieder betont. Vor allem auch deshalb, weil viele Menschen nicht nur Anteil an dem schrecklichen Schicksal der Familie genommen hatten, sondern aufgrund der langen erfolglosen Suche vermuteten, es könnte eine Straftat vorliegen.

Die Suche nach dem Jungen war nach Einschätzung des Weißenfelser Feuerwehrchefs Steve Homberg die längste und aufwendigste, die es in der Stadt und der Umgebung je gegeben hat. "Wir hatten an manchen Tagen mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort", sagte er gegenüber der MZ.

Aus der Luft mit Hubschrauber und Wärmebildkamera, vom Wasser aus mit Boot und Sonargeräten und entlang der Saaleufer zwischen Weißenfels und Bad Dürrenberg war tagelang nach dem Jungen gesucht worden. Am 1. März waren sich die Einsatzkräfte schon beinahe sicher, den Körper des Kindes entdeckt zu haben. Der aus Paderborn als ehrenamtlicher Helfer angereiste Unternehmer Thomas Schlageter hatte mit seinem Sonargerät einen Körper geortet. Allerdings konnten die Polizeitaucher an der Stelle letztlich nichts finden. Offenbar hatte die Strömung die Lage des Jungen wieder verändert und bei nur wenigen Zentimetern Sicht im Saalewasser war für die Taucher nichts zu erkennen. Letztlich war der Leichnam nahe jener Stelle gefunden worden, wo ihn das Sonar damals am Mühlenwehr geortet hatte.

Wie enorm groß die Anteilnahme an dem Geschehen in Weißenfels war, konnte man daran sehen, dass bei zwei Gottesdiensten die Marienkirche am Markt jeweils nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt war. Kerzen wurden vor dem Altarraum angezündet. Ebenso an der Herrenmühle, wo bereits das Mädchen gefunden worden war. Neben den Kerzen hatten Kinder dort auch Kuscheltiere niedergelegt. Oftmals hielten Eltern mit ihren Kinder dort inne, um des kleinen Mädchens und ihres Bruders zu gedenken.

Wird das Bedürfnis spürbar, auch nach dem Auffinden des Jungen gemeinsam mit der Familie zu trauern, "steht die Marienkirche dafür offen, sagte Pfarrer Martin Schmelzer am Dienstag gegenüber der MZ. Er hatte bereits die anderen beiden Trauer- und Gedenkgottesdienste geleitet.

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