Fischfinder Buch "Rute und Rolle"
Von Echolot bis GPS mit Beiträgen von:
- Rainer Korn
- Dietmar Isaiasch
Als ich Mitte der 80er Jahre mein erstes Echolot
mit aufs Wasser nahm, ein Lowrance X-4, konnte ich mir der neugierigen Blicke
meiner Vereinskollegen sicher sein. Vor über 20 Jahren war der Einsatz von
Echoloten beim Angeln in Deutschland noch nicht sehr gebräuchlich, um es einmal
vorsichtig zu formulieren. Wobei wir gleich zur ersten Frage kommen: Wo liegt
denn der Unterschied zwischen Echolot und Fischfinder? Beide Begriffe findet man
heutzutage in Prospekten und Fachmagazinen. Ein Echolot ist der Oberbegriff, der
ein Gerät beschreibt, mit dem die Wassertiefe gemessen werden kann. Das
einfachste (technische) Echolot ist also ein elektrisches Lot, dessen Messwerte
lediglich durch Zahlen auf einem kleinen Bordinstrument angezeigt werden. Will
man wirklich nur wissen, wie tief es unterm Kiel ist, dann reicht ein solches
Instrument aus - Sie benötigen dafür keinen Bildschirm, sondern eben lediglich
die Digitalanzeige des Tiefenmessers. Sportbootfahrer, die es nicht
interessiert, ob unter ihnen ein 20-Kilo-Dorsch schwimmt oder der Untergrund von
weich zu hart wechselt, sind mit einem solchen einfachen Tiefenmesser gut
bedient.
Doch der Angler möchte natürlich mehr:
Fischschwärme sehen, Unterwasserkanten aufspüren, die Grundbeschaffenheit
erkennen und zum Beispiel Sprungschichten ausmachen. All das bietet ihm ein
modernes Echolot mit starker Sendeleistung und einer hohen Auflösung bis hin zum
kontrastreichen Farbdisplay. Echolote mit Bildschirm, auf dem die
Unterwasserwelt dargestellt wird und die mit angeltypischen Elementen
ausgestattet sind (wie zum Beispiel einer Fischsymbolanzeige), werden deshalb
auch Fischfinder genannt. Sie dienen eben nicht nur dazu, die Wassertiefe
anzuzeigen, sondern helfen uns, Fische aufzuspüren, Fische zu finden -
Fischfinder eben. Die Auswahl an Fischfindern ist sehr groß - in diesem
Sonderheft möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie das zu Ihnen passende Gerät am
schnellsten finden. Denn so unterschiedlich die Angler, so verschieden die
Gewässer, in denen sie angeln, desto unterschiedlicher sind auch die Ansprüche,
die an einen Fischfindergestellt werden.
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